Trachtengruppe Billigheim stellt vor: Das „Körbchen“
Das Körbchen, oder wie wir es nennen, das Kerwel, ist ein wichtiges Accessoire für uns Frauen in der Trachtengruppe. Es entstand im späten 19. Jahrhundert.
Viele von uns haben ihres aus Billigheim, dort konnte man bei Greta Burkhardt Körbchen kaufen. Wer heutzutage ein Körbchen möchte, muss mehr Aufwand betreiben und im Internet oder auf Trachtenmärkten suchen und viel Glück haben.
Das in Handarbeit gefertigte Körbchen besteht aus Korbgeflecht mit Ledergriffen und einem Metallverschluss. Innen sind die meisten mit Stoff ausgeschlagen, in den auch Seitentaschen eingearbeitet sind.
Ganz oft werden wir gefragt, was da denn überhaupt drin ist. Manch schlagfertige von uns sagt dann trocken: Kondome.
Heute möchten wir mal einen Einblick in unser Kerwel geben.
Was ist da denn so drin? Ganz wichtig: Klämmerchen fürs Häubchen, Ersatzbrosche und Sicherheitsnadeln und Haushaltsgummis, damit die Tracht immer sitzt. Geld, Kosmetikartikel, Lippenstift und Taschentücher dürfen natürlich auch nicht fehlen. Je nach Wetter passt ins Körbchen auch noch ein Schirm, eine Flasche Wasser oder ein Fächer. Ein Bonbon gegen das Kratzen im Hals vom vielen Singen beim Umzug ist auch immer parat. Viele sammeln Andenken von Umzügen und Ausflügen in ihrem Kerwel, wie zum Beispiel die Purzelmarktfähnchen oder Autogrammkarten von Hoheiten. Ein leeres Schoppeglas passt auch perfekt rein, und es fehlt wohl auch in keinem Körbchen ein Smartphone.


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